Dynamiken des Religiösen

Religiöse Minderheiten (Zarathustrier, Juden, Bahā’ī) in der Wüstenstadt Yazd (Iran) im 19. Jahrhundert (1851-1911)


 

  Forschungsfragen:

Das Projekt fragt nach

1. den religiösen und ökonomischen Lebensbedingungen von Zarathustriern, Juden und Anhängern der neuen Religion des Bāb/ der Bahā'i als Minderheiten in der schiitischen Mehrheitsgesellschaft

2. Dynamiken im religiösen Feld durch die Entstehung von Handelsgesellschaften, dem Bankwesen sowie durch die pol. Bewegung der Konstitutionellen Revolution bis 1911

3. der Rolle nicht-iranischer Akteure wie Diplomaten, Forschungsreisende, christliche Missionare sowie die der Parsen in Indien

4. theoretischen und methodischen Konzeptionen von ,,Nachbarschaft''


 FOKUS: Interreligiöse Nachbarschaften und transnationale Handelsnetzwerke


 Erforschung religiöser Praxen

  1. Richtet sich auf die Besonderheiten einer Wüstenstadt: sakrale Orte/ Gebäude, sakralisierte Landschaftsformen (z.B. Feuertempel, Türme des Schweigens, Bäume und Quellen)
  2. Analyse von Kontaktreligiosität (mimetische Prozesse), Rituale und Interritualität
  3. Strategien der Grenzziehung (z.B. Konzepte von rein / unrein; gut / böse), Strategien der Grenzüberschreitung wie Konversionen

Quellen

Reiseliteraturen, Forschungs- und Missionsberichte, z.B.:

  • Maneckji Limji Hataria (Gesandter der Parsen in Indien) von 1854-1890 in Iran
  • Rev. Napier Malcolm (1870-1921, Missionar der CMS, London) von 1898-1903 in Yazd
  • Diolomaten. Gelehrte: z.B. Edward Granville Browne (1862-1926); Albert Houtum-Schindler (1846-1916)

Erschließung und Digitalisierung von Archivalien zur Wirtschaftsgeschichte der iranischen Zarathustrier (Archive in Yazd Kooperation mit der Universität in Jiroft, Iran)